Eiszeitpfade

Die Regionen um das Ach- und Lonetal stecken voller geologischer und archäologischer Besonderheiten. Mehrere Welterbe haben ihr zuhause. Sie erleben eine eiszeitliche Landschaft mit Höhlen, Felsen, blauen Quellen und treffen auf bedeutende archäologische Fundstellen. Denn hier haben in den letzten 40.000 Jahren unterschiedliche Menschen gelebt.
Wer auf den Eiszeitpfaden wandert, streift durch geschwungene Flusstäler, auf aussichtsreiche Höhenzüge und durch dichte Wälder. Drei der 20 Rundwege zwischen 6 bis 15 km lang führen mitten durch das Welterbegebiet.

Neandertalerweg

Wir wollen dem steinzeitlichen Mammutjäger ein wenig auf die Spur kommen und wandern von der Lindenau aus durch den Wald zur Bocksteinhöhle, die auf einem Felsporn über dem Tal liegt. Der weite Ausblick hätte auch dem Neandertaler gefallen um Ausschau auf Beute zu halten. Unser nächstes Ziel ist der Hohlenstein am Rand des Talgrunds. Hier haben Archäologen den legendären „Löwenmensch“ entdeckt, eine aus Mammutelfenbein geschnitzte Figur. Wir bleiben im Tal und gehen den Fluss entlang zum Archäopark Vogelherd. Hier können wir eiszeitliche Jagdtechniken selbst ausprobieren. Über Stetten und durch den Wald gelangen wir zurück zum Startpunkt. 

Strecke: ca. 12.5 km

Eiszeitjägerpfad

Wer sind wir? Wo kommen wir her? Zur einer Zeitreise in Millionen Jahre Menschheitsgeschichte lädt der Eiszeitjägerpfad in der Blautopfstadt Blaubeuren ein. Denn er führt die Wanderer auf die Spur des Eiszeitjägers, der hier im Achtal einst auf Beute- und Streiftour ging.
Einen Einblick in die steinzeitlichen Lebensverhältnisse bekommen Wanderer, nachdem sie die Brillenhöhle erreicht haben. Zwei Deckendurchbrüche in der Höhlenhalle gaben der Höhle, die vor allem in der jüngeren Altsteinzeit als Jagdlager genutzt wurde, ihren Namen. Weiter führt die Rundwanderung durch das Felsenlabyrinth vorbei an der Küssenden Sau zur mittelalterlichen Ruine Günzelburg, von wo aus die Wanderer einen herrlichen Blick ins Achtal genießen.
Nach dem Abstieg quert der zertifizierte Eiszeitjägerpfad das Tal, bevor ein schmaler Pfad ins Felsmassiv des Bruckfels mit der Höhle „Geißenklösterle“ führt. Zum Schillerstein gelangen die Wanderer durch das Köhnenbuch, einen beeindruckenden Buchen-Steppenheidewald. Zurück in Blaubeuren, rundet ein Besuch des Urgeschichtlichen Museum (umu) die Reise in die eigene Menschheitsgeschichte ab. Unter anderem sind hier die im „Geißenklösterle“ entdeckten Elfenbeinfiguren und Flöten der Eiszeitmenschen ausgestellt.

Strecke: ca. 9.5 km

Blaubeurer Felsenstieg

Ein exzellentes Wanderrevier ist der Talkessel von Blaubeuren mit dem berühmten Blautopf, dicht bewaldeten Steilhängen, markanten Felsen und Aussichtspunkten. Die Tour bietet unzählige Glanzstücke der Natur. Dabei sind wir von der steil aufragenden Felswand mit der Brillenhöhle ebenso beeindruckt wie von dem Felsgebilde „Küssende Sau“. Ganz zu schweigen von der mystisch anmutenden Karstquelle Blautopf. Bei der Wanderung durch die historisch spannende Altstadt lohnt sich ein Besuch des Urgeschichtlichen Museum um die ersten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente im Original zu entdecken.

Strecke: ca. 10.5 km

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