Löwenmensch

Die Größte, der bisher gefundenen Elfenbeinfiguren, ist der Löwenmensch, ein Fabelwesen aus Tier und Mensch. Bruchstücke der Skulptur waren in der Stadel-Höhle am Hohlenstein im Lonetal entdeckt worden, am letzten Tag der Ausgrabungskampagne 1939, die wegen des Beginns des Zweiten Weltkriegs abgebrochen wurde. Erst über 30 Jahre später waren die Elfenbeinstücke als Teile einer Figur erkannt worden, weitere zwei Jahrzehnte dauerte es, bis die Statuette professionell restauriert wurde. Dennoch fehlten weiterhin wichtige Partien der Figur. Weitere 40 Jahre später wurden dann bei Ausgrabungen an derselben Stelle weitere Fragmente geborgen. In der Zwischenzeit wurde die Figur aus über 300 Bruchstücken aufwändig zusammengesetzt und sie ist nur fast komplett. Diese weiteren Ergänzungen haben jedoch auch die Überlegungen zu ihrer Deutung und dem möglichen Gebrauch aufs Neue entfacht.

Die beeindruckend, aus dem Stoßzahn eines Mammuts, geschnitzte Skulptur verbindet tierische mit menschlichen Eigenschaften. Tierisch ist der Löwenkopf, der Körper und die Arme in Form von Läufen und Pranken einer Großkatze, menschlich die Beine und Füße sowie die aufrechte Haltung. Neue Beobachtungen legen den Schluss nahe, dass die Figur als männlich gekennzeichnet war. In jedem Fall verweist die fantastische Darstellung des Löwenmenschen als einzigartiges Relikt in die spirituelle Welt der Menschen der letzten Eiszeit, auch wenn wir ihr sicher sehr komplexes Weltbild nicht mehr entschlüsseln können.

Den Original Löwenmensch und interessante Hintergründe kann man im Ulmer Museum erfahren.

Wissenswertes

Die Größte, der bisher gefundenen Elfenbeinfiguren, ist der Löwenmensch

Öffnungszeiten

Dienstag – Freitag 11 – 17 Uhr
Samstag – Sonntag 11 – 18 Uhr

Höhle

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