Bockstein

Die Bocksteinhöhle ist eine der Fundstellen am Bocksteinkomplex, der aus verschiedenen Höhlen und Fundplätzen besteht. Bereits die Neandertaler genossen von dort den Ausblick auf das unter ihnen liegende Tal und die durchziehenden Tierherden. Dass die Jagd erfolgreich gewesen sein muss, zeigen die zahlreichen Tierknochen, die am Bockstein gefunden wurden. Bearbeitet haben die Neandertaler die erlegten Tiere später z.B. mit dem „Bocksteinmesser“, benannt nach der Fundstelle. Es handelt sich um ein Steinwerkzeug, das eine faustkeilartige Form aufweist, im Gegensatz zum klassischen Faustkeil aber nur eine Schneide besitzt. Der Bockstein-Komplex zählt europaweit zu den bedeutendsten Fundstellen für die Zeit der Neandertaler.

Wissenswertes

Ältester Siedlungskomplex des Neandertalers in Süddeutschland
Fundort von knapp 3.000 Artefakten aus der Zeit des Neandertalers

Öffnungszeiten

Die Höhle ist frei zugänglich. Für den Anstieg ist gutes Schuhwerk erforderlich.

Parken

Parkplatz an der Öllinger Straße
zwischen Öllingen und Bissingen

Höhlen

Die Stätten „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ befinden sich in zwei Talabschnitten, dem Achtal und dem Lonetal. Die geologischen Vorgänge, die in Jahrmillionen auf die Schwäbische Alb einwirkten, führten zu Ablagerungen einer Vielzahl von Schichten. Die ältesten reichen bis an den Anfang des Jura vor ca. 200 Mio. Jahren zurück. In der jüngeren Geschichte bis heute wurde die Landschaft vor allem durch das Kommen und Gehen von Wasser vergangener Ozeane und vulkanische Aktivitäten überformt.
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